Geschrieben von: Hans-Ruedi Wüthrich

Politischer Etikettenschwindel hat endlich ein Ende

Hans-Ruedi Wüthrich, Schnottwil

 

Wenn sie bewusst bei Coop oder Migros einkaufen, möchten sie auch nicht Produkte von Aldi oder Lidl im Einkaufskorb. Wenn sie ein Ticket nach Südamerika buchen wollen sie auch nicht nach Asien reisen. Genau so Funktionieren aber politische Listenverbindung. Der unverfälschte Wählerwille wird missbraucht und zum Teil absurdum geführt. Es war längst überfällig, dass diesem politischen Etikettenschwindel ein Ende bereitet wird und sich endlich eine Partei als Konsumentenorganisation für einen unverfälschten Wählerwillen geoutet hat. Bravo FDP!

 

Geschrieben von: Remo Ankli

Die gläserne Leiche

Remo Ankli, Kantonsrat FDP, Beinwil

 

Remo AnkliDurchtrainierter Körper, 160 Zentimeter gross, 50 Kilogramm schwer, braune Augen, laktoseintolerant sowie an Fusspilz und Arteriosklerose leidend, so lautet der Steckbrief von Ötzi oder «Frozen Fritz», wie ihn die Engländer nennen. Der vor über 5000 Jahren in den Alpen ermordete Eismann ist das am gründlichsten untersuchte menschliche Individuum. Ötzi ist der Inbegriff eines gläsernen Menschen. Doch heutzutage begnügt man sich nicht damit, Gletschermumien zu durchleuchten. So üben bestimmte Staaten Druck auf unsere Banken aus, um an möglichst viele und detaillierte Informationen über Bankkunden zu kommen. Wenn ausländische Steuerbehörden ihre Bürger gläsern machen wollen und einen entsprechenden Informationsaustausch verlangen, ist dieser Wunsch nachvollziehbar – aber falsch. Ein Bürger ist kein steinzeitlicher Leichnam, den man auf den Seziertisch legt und nach Gutdünken untersuchen kann. Der Mensch in einem freiheitlich verfassten Staat ist ein eigenverantwortliches Subjekt und nicht ein Objekt des staatlichen Verwaltungshandelns. Der Bürger ist ein freier Mensch und nicht bloss ein Steuerzahler, der erst noch unter dem Generalverdacht steht, ein Krimineller zu sein. Aus diesem Grund soll die Schweiz das

 

Geschrieben von: Charlie Schmid

Der Prügelknabe schlägt zurück.

Charlie Schmid, operativer Wahlkampfleiter, Solothurn

 

Der Mechanismus der "selbsterfüllenden Prophezeiung" scheint sich dieser Tage für die FDP zu bewahrheiten. Der Begriff, der auf den amerikanischen Soziologen Robert Merton zurückgeht, meint, dass eine Vorhersage deswegen in Erfüllung geht, weil sich die Betroffenen - meist unbewusst - auch tatsächlich so verhalten. Es stimmt nachdenklich: Wochenlang hetzten die Printmedien jedem selbsternannten Propheten hinterher, um das Ergebnis der Wahlen 2011 möglichst kommagenau schon vorher abdrucken zu können. Bereits wurden Nach-Wahlanalysen präsentiert, das Ergebnis der Bundesratswahlen vorabgenommen und die Führungsriegen der Verliererparteien gedanklich ausgetauscht. Besonders schlimm erwischt hat's einmal mehr - wen wundert's - die FDP. Denn schon nach der ersten Umfrage lautete die Frage bald einmal nicht mehr, ob die FDP verlieren wird, sondern nur noch wieviele Prozentpunkte. Der eine Redaktor schrieb dem andern ab und schon war das Verliererimage der FDP in der Öffentlichkeit besiegelt. Selbstverständlich ist bei der FDP nicht alles im Lot. Nicht jede Persönlichkeit gefällt gleich gut, nicht jeder Entscheid wird von allen beklatscht und man hat nicht für jedes Problem gleich eine einfache Lösung präsent. Aber rechtfertigt das die Verunglimpfung einer breit abgestützten Volkspartei, deren Repräsentanten sich Tag für Tag für das Wohl ihrer Gemeinschaft einsetzen, sei es in Politik, Beruf oder in Vereinen?

 

 

Geschrieben von: Frank-Urs Müller

Der Politiker als Bergsteiger

Frank-Urs Müller, Oberrichter und Zentralpräsident SAC, Oberdorf

 

Der gute Bergsteiger setzt sich ein Ziel und passt sein Verhalten auf der Tour den jeweils herrschenden Verhältnissen an. Er verfügt über Umsicht und Ausdauer und vermeidet nach Möglichkeit grosse Richtungsänderungen. Denn der gute Alpinist kennt die Gefahren und das Risiko und er weiss auch, dass man in einer Seilschaft eher ans Ziel kommt. In der Politik werden wichtige Entscheidungen für die Zukunft unseres Landes und seiner Bevölkerung gefällt. Die Gefahren sind zwar nicht so unmittelbar wie auf einer Bergtour, doch sollte bei den Politikern ebenfalls eine ausreichende Portion Verantwortungsgefühl vorhanden sein. Auch im politischen Geschäft sind eine realistische Einschätzung der herrschenden Verhältnisse, Umsicht und Ausdauer, aber auch Verlässlichkeit von zentraler Bedeutung. Bei der bevorstehenden Parlamentswahl werde ich die antretenden Männer und Frauen diesem persönlichen „Bergsteiger-Check“ unterziehen. Kurt Fluri hat in den vergangenen Jahren, sei es als Stadtpräsident oder als Nationalrat, bewiesen, dass er verlässlich und im Interesse aller Bevölkerungsgruppen politisiert. Mit seiner analytischen Begabung und sachlichen Art ist er der ideale, unabhängige Vertreter unseres Kantons im Ständerat. Meine Stimme hat er.

 

Geschrieben von: Felix Hug

Blinder Aktionismus

Felix Hug, Gemeinderat, Starrkirch-Wil

 

Noch läuft der Wirtschaftsmotor in der Schweiz. Doch am Konjunkturhimmel ziehen dunkle Wolken auf, weil der Franken immer stärker wird. Auf diese ungute Entwicklung hat die Schweiz nur wenige Einflussmöglichkeiten, denn die wichtigsten Gründe für die panische Flucht der Anleger in den Franken sind im Ausland zu suchen. So verloren alleine die Banken in Griechenland in den vergangenen Wochen 40 Milliarden Euro an Kundengeldern. Kein Wunder also, dass nun auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker in der Schweiz der populistischen Versuchung erliegen, indem sie sinnlosen Aktionismus fordern – gerade

 

Geschrieben von: Raphaël Pilloud

FDP ist realistisch und verantwortungsbewusst

Raphaël Pilloud, Grenchen

 

Raphaël PilloudZum Artikel: „Wichtigste Umweltziele nicht erreicht“, in den AZ-Medien, 14. Juli 2011

Die Schweiz erhält schlechte Noten für ihre Bemühungen zur Erreichung von wichtigen Umweltzielen. Insbesondere sind der Klimaschutz und die Bemühungen um Reduktion des CO2-Ausstosses ungenügend. Dabei dürften die zukünftigen Folgen der Klimaerwärmung beträchtlich sein und uns noch zu schaffen machen. Gemäss einem Bericht des Bundes aus dem Jahr 2007 sind eine Häufung von extremen Wetterereignissen zu erwarten (Überschwemmungen im Winter und Frühling, Trockenheit im Sommer), Bergstürze, schmelzende Gletscher und auftauender Permafrost usw. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, wie die Politik in der Frage der zukünftigen Energieversorgung einfach blindlings rechtsumkehrt

 

Geschrieben von: Hanspeter Studer

Gegensteuer geben, solange es noch Zeit ist!

Hanspeter Studer, Hägendorf

 

Der Bundesrat hat zur Energiewende ausgerufen. Ob dieses Vorhaben gelingen wird, steht noch in den Sternen. Aber eines ist gewiss: Soll es nur den Hauch einer Chance haben, dann müssen wir die Bewilligungsverfahren für erneuerbare Energie (z.B. Solaranlagen) vereinfachen und beschleunigen. Die Tendenz zu immer komplizierten und aufwändigeren Verfahren muss unbedingt gebrochen werden. Wer ein

 

Geschrieben von: Daniel Probst

Ein Einsatz für den gesunden Menschenverstand

Daniel Probst, Olten

 

„Wir sind auf dem Weg zu einer Bewilligungsgesellschaft.“ Mit dieser Analyse trifft Fulvio Pelli den Nagel auf den Kopf. Viel zu oft werden tragische Einzelfälle zum Anlass für verschärfte Bewilligungsverfahren oder sogar Verbote genommen, unter denen dann wiederum alle zu leiden haben.Eines der schlimmsten Beispiele: eine staatliche Lizenz zum Kinderhüten, die auch von der Grossmutter und vom Götti eingeholt

 

Geschrieben von: Christina Meier

Energieeffizienz und Erneuerbare, ja gerne! Übereilter Atomausstieg, nein danke!

Christina Meier, Kantonsrätin und Nationalratskandidatin, Walterswil

 

Christina Meier

Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Energiepolitik und habe meine Haltung immer wieder überprüft. Doch auch nach Fukushima komme ich immer noch zum gleichen Schluss: Wir brauchen weiterhin Kernenergie. Meine Gründe möchte ich gerne hier darlegen.

 

Erstens, jeder gesparte Liter Öl und jede nicht verbrauchte Kilowattstunde sind ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduktion unserer Auslandabhängigkeit. Energieeffizienz ist oberstes Gebot. Dank ihr wird unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger und unsere Gesellschaft nachhaltiger. Was aber gerne vergessen wird: Energieeffizienz heisst in sehr vielen Fällen, dass fossile Energieträger durch Strom ersetzt werden. Der Stromverbrauch wird deswegen und wegen des Bevölkerungswachstums trotz Sparbemühungen auch in Zukunft nicht sinken.

 

 

Geschrieben von: Donat Fritsch

Den bilateralen Weg zur Erhaltung des Wohlstands verteidigen.

Donat Fritsch, Unternehmer, Hofstetten-Flüh

 

Vor 14 Tagen hat der Nationalrat auf Betreiben der SVP eine Sondersession zur Europapolitik durchgeführt. Wenn man am Donnerstag vorletzter Woche die Voten der Parlamentarier verfolgt hat, drängte sich einem unwillkürlich die Vorstellung auf, die Schweiz befinde sich im Belagerungszustand. Kein gutes Haar liessen die Damen und Herren von der Volkspartei an den Bilateralen Verträgen und der Europapolitik des Bundesrates – eine Politik, die übrigens mehrfach durch das Volk in Abstimmungen bestätigt wurde. Wie passt diese Rhetorik zum vitalen Zustand der Schweizer Wirtschaft, zur tiefen Arbeitslosigkeit und zur hohen

 

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